Staffelläufer bei der Stabübergabe

Was ist ein MGA?

Ein Managing General Agent (MGA) ist ein spezialisierter Vertreter eines Versicherungsunternehmens, der bestimmte Aufgaben auf der Grundlage einer von diesem Versicherer erteilten Vollmacht übernimmt.

Versicherungsunternehmen lagern in der Regel vor allem drei Aufgaben an MGAs aus:

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    Underwriting

    Die Tarifierung und Annahme der Risiken von Versicherungsnehmern, häufig über Makler vermittelt.

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    Vertragsverwaltung

    Die Ausstellung und Verwaltung der Versicherungspolicen.

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    Vertrieb

    MGAs arbeiten beim Vertrieb von Versicherungsprodukten häufig eng mit Versicherungsmaklern zusammen. Anders als der Makler ist das MGA jedoch stets dem Versicherungsunternehmen treuhänderisch verpflichtet, nicht dem Versicherungsnehmer.

Ein Versicherungsunternehmen kann einem MGA weitere Aufgaben übertragen, insbesondere die Schadenprüfung (die Feststellung, ob ein Anspruch berechtigt ist und welche Summe zu zahlen ist) und die Schadenregulierung. Schäden aus Policen, die ein MGA ausgestellt hat, werden stets vom Versicherungsunternehmen getragen, das den Aufsichtsbehörden nachweisen muss, dass es mögliche Schäden begleichen kann. MGAs sind daher kapitalschonende („asset-light“) Unternehmen, die keine große Bilanz vorhalten müssen, um Schäden zu begleichen.

Das Verhältnis zwischen einem MGA und einem Versicherungsunternehmen ist in einem Dokument geregelt, das als Zeichnungsvollmacht (Binding Authority oder Binder) bezeichnet wird. Es legt fest, zu welchen Bedingungen das MGA Risiken im Namen des Versicherungsunternehmens verbindlich annehmen („binden“) darf.

Bereit, FASE beizutreten?

Anträge für FASE-Mitgliedschaft stehen MGAs offen, die seit mehr als einem Jahr im Geschäft sind und mehr als 500.000 € an jährlichen Prämien zeichnen. Die Mitgliedschaft steht auch Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen offen, die Partnerschaften mit europäischen MGAs suchen, und Dienstleistern, die den Sektor unterstützen.